Es ist Nationalfeiertag, Sylvester oder steht sonst eine Party oder ein Fest an. Der Höhepunkt solcher Anlässe ist meist ein mittleres bis grosses Feuerwerk. Wie schön es auch ist dies anzusehen, so toll wäre es doch auch die Feuerwerke bildlich für Erinnerungen festhalten zu können. Viele tun dies in dem sie ein Video machen, doch man kann die schönen Formen und Feuerwerke auch fotografieren.

Der geeignete Standort finden

Die Festfeuerwerke sind grundsätzlich gross und werden in die Höhe abgeschossen damit diese von grösseren Menschenmengen und aus verschiedenen Orten bestaunt werden können. Um das gesamte Spektakel nun einfangen zu können ist es von Vorteil, die Kamera hoch und frei zu positionieren. Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass an dem Standort keine störenden Strassenlaternen oder ähnliche ablenkende Beleuchtungen vorhanden sind.

Wenn es ein grösseres Feuerwerk ist, kann problemlos ein Aufnahmestandort in weiterer Distanz aufgesucht werden. Die Bilder werden durchaus interessanter wenn zum Beispiel markante Gebäude, Karussells oder Denkmäler im Vordergrund zu sehen sind. Ebenso finden sich – je weiter Du weg bist – weniger grosse Menschenansammlungen, sodass Du Dich auf die Fotografie konzentrieren und Dich frei bewegen kannst.

Kamera und Stativ vorbereiten

Feuerwerksfotos leben von der Bewegungsdynamik der Leuchtspuren.  Deshalb sollte unnötige Unschärfe durch Kameraverwacklungen vermeiden werden. Ich empfehle hierbei ein stabiles Dreibein-Stativ zu verwenden welches auch bei Wind einen festeren Halt hat. Sollte es sehr windig sein hilft es auch, seinen Rucksack oder die Tasche an das Stativ anzuhängen (meist hat es an der Mittelsäule des Stativs ein Haken dafür). Als Stativ-Alternative kann man auch eine Mauer mit einem Pullover als Unterlage oder ein Bohnensack verwenden.

Kleiner Tip:  Wenn Feuerwerke fotografiert werden lohnt es sich, dies an einem See oder Fluss zu tun wo sich die Feuerwerke zusätzlich noch spiegeln. Das macht einen besonderen Eindruck auf dem fertigen Bild.

Wenn Du allerdings zu nah am Feuerwerk stehst gelingen zwar auch coole Bilder,  jedoch wirkt es aufgrund fehlenden Elementen oder Vordergründe nicht mehr so dynamisch. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, versuche es einfach mal aus was am besten geht. Wie das fertige Foto schlussendlich aussieht ist bekanntlich Geschmacksache.

Fokus, Brennweite und Belichtungszeit einstellen

Grundsätzlich empfiehlt es sich ein Weitwinkel-Objektiv (16-35mm oder 24mm) zu verwenden um jegliches Feuerwerk einfangen zu können. Der Fokus sollte auf manuell gestellt werden. Dieser findest Du in der Nacht mit Hilfe des Livebild-Displays und einem hellen Punkt (zb. Strassenlaterne oder Hausbeleuchtung in der Ferne). Die meisten Objektive haben eine   Linie eingezeichnet welche den Unendlich-Fokuspunkt markiert. Mache zuerst ein Testfoto um diesen zu prüfen und gegebenenfalls nochmals neu einzustellen.

Damit das gesamte Bild scharf wird und eine ordentliche Schärfentiefe hat ist eine Blende von 8 oder 11 empfehlenswert. Da die Feuerwerke allerdings relativ „Lichtschwach“ sind – je nachdem wie weit weg Du stehst – kannst Du auch mit einer möglichst offenen Blende von 2.8 oder 3.2 fotografieren. Je geschlossener die Blende ist, desto länger ist die Belichtungszeit. Der ISO empfehle ich Dir bei 200 oder 400 einzustellen um mögliches Bildrauschen zu vermeiden.

Die empfohlene Einstellungen für normales Feuerwerk in normaler Distanz liegt bei einer ISO 400, Blende 7.1 und Belichtungszeit zwischen 20 und 25 Sekunden. Probiere zum Beispiel bei einem kleineren Feuerwerk verschiedene Einstellungen aus um die Besten für Dich und Deine Kamera zu finden. So weisst Du bei den kommenden Feuerwerk-Shows sofort was Du einstellen musst.

Weitere nützliche Tips

Regen bedeutet nicht dass Du kein Feuerwerk fotografieren kannst. Nutze dazu einen Schirm welcher Du am Stativ befestigst oder einen entsprechenden Regenschutz für Deine Kamera oder stelle Dich irgendwo unter (falls möglich). Denn bei einer Langzeitbelichtung siehst Du die Tropfen nicht, ausser sie werden von einer direkten Lichtquelle beleuchtet.

Hat Deine Kamera einen Langzeitbelichtungs-Modus (Bulb) verwenden diesen mit dem Internen Timer oder einer externen Fernbedienung. Somit kannst Du selbst experimentieren und die Belichtung jederzeit stoppen. Wichtig dabe ist immer schön drauf zu halten um nichts zu verpassen. Lieber hast Du viele Bilder wo aussortiert werden müssen als gar keine Feuerwerke auf der Speicherkarte.

Die Natur bietet im Sommer bei Ihren Gewittern auch sehr schöne Feuerwerke, sogenannte Blitze. Das Prinzip bei der Blitzfotografie ist fast dasselbe, nur dass hier die Helligkeit immer wieder geregelt werden muss. Wie Du Blitze am besten fotografieren kannst, erfährst Du im Blitze-Fotografieren-Blog.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.